Hochseilgartenbetreuer*in (traditionell)

450,00 

Die Ausbildung befähigt zum sicheren und fachkundigen Anleiten und Betreuen von Programmen in traditionellen Hochseilgärten und wird von einem ERCA-zertifizierten Ausbilder durchgeführt. (ERCA: European Ropes Course Association)

Inhalte:

  • theoretische Grundlagen der Erlebnispädagogik
  • pädagogische Nutzung/Geschichte der Seilgärten
  • Gruppenprozesse und -dynamik
  • Reflexionsmethoden in Seilgartenprogrammen
  • Verhalten und Kommunikation im Seilgarten
  • Normen und Standards für Seilgärten
  • Materialkunde (Gurte, Seile, Karabiner etc.)
  • Kräfte im Seilgarten
  • Knotenkunde
  • Sicherungs- und Seilzugangstechniken
  • Einrichtung und Begehung von Hochseilgartenstationen (Selbsterfahrung)
  • Notfall- und Risikomanagement
  • sicherheitsrelevante Standardprozeduren
  • rechtliche Aspekte bei Seilgartenprogrammen
  • Prüfung (theoretisch/praktisch)

In der Erlebnispädagogik kommen vielfältige Kletterprogramme zum Einsatz, um die Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenzen zu fördern.

Die methodische Aufbereitung von Lerninhalten ist insbesondere in der Erlebnispädagogik von besonderer Wichtigkeit, da hier durch eine Überforderung leicht Ängste unterstützt oder sogar auf- und ausgebaut werden können. Es sind daher bei Hoch- und auch Niedrigseilprogrammen zahlreiche Kriterien zu berücksichtigen, die eine unterstützende und fördernde Wirkung bei der Nutzung von Seilgartenelementen haben können. Dazu gehören vor allem:

  • Entscheidungsfreiheit und Zwanglosigkeit für alle Beteiligten müssen jederzeit sichergestellt werden.
  • Der Erlebnisprozess steht im Mittelpunkt und sollte daher als vorrangiges Ziel genannt werden.
  • Die Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten soll gefordert und gefördert werden.
  • Das Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen Beteiligten soll gefordert und gefördert werden.
  • Es werden nur Elemente ausgewählt, die von allen zu bewältigen sind.
  • Es werden wesentliche methodische Grundsätze (vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten etc.) berücksichtigt.
  • Gruppendruck wird vermieden, Unterstützung durch die Gruppe hingegen gefördert.
  • Die Elemente werden vor dem Hintergrund der Übertragbarkeit auf Alltags- oder Lebenssituationen eingesetzt und ausgewertet.

Das Augenmerk bei erlebnispädagogischen Maßnahmen in Seilgärten liegt auf der Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz. Die Schwerpunkte können je nach Aufgabenstellung unterschiedlich sein, wobei oftmals die Einbeziehung der Stärken Einzelner genutzt werden können, um Schwächen Anderer auszugleichen, ohne diese unangemessen hervorzuheben. Die Entwicklung von Verantwortung füreinander kann eine wichtige pädagogische Zielsetzung sein.

Kursdauer: 4 Tage (2 Wochenenden jeweils von Fr nachmittag bis So nachmittag)

 

Leistungen:

  • Vorbereitung und Durchführung des Moduls
  • Seminarraummiete und Materialmiete inkl. PSA
  • Skript

 

Ort:
Jugendherberge Simmerath-Rurberg
52152 Simmerath-Rurberg

450,- Euro pro Person
zzgl. Übernachtungs- & Verpflegungskosten (ca. 30€/Tag)

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